Rebecca Yarros: Fourth Wing – Flammengeküsst [Rezension]

Cover © dtv

Buchinformationen

TitelFourth Wing – Flammengeküsst
Band1 von 5
AutorRebecca Yarros
Verlagdtv
ÜbersetzungMichaela Kolodziejcok
ISBN978-3-423-28340-3
Seitenzahl768
GenreRomantasy, High Fantasy
Bewertung4 von 5 Sterne

Klappentext

Violets Traum, Schriftgelehrte am renommierten Basgiath War College zu werden, zerplatzt jäh, da sie als Tochter der Generalin am Auswahlverfahren der Drachenreiter teilnehmen muss. Das erste Jahr wird nicht einmal die Hälfte aller Bewerber überleben, denn Drachen binden sich nicht an schwache Menschen, sie fackeln sie nieder. Die meisten Kadetten wollen Violet allein aufgrund ihrer Herkunft niederstrecken – besonders Xaden, der mächtigste und skrupelloseste unter den Geschwaderführern. Und ohne Frage auch der attraktivste. Ausgerechnet ihm wird Violet unterstellt. Sie wird jeden Vorteil nutzen müssen, wenn sie überleben will. Denn am Basgiath War College haben alle eine Agenda und es gibt nur zwei Wege hinaus: den Abschluss machen oder sterben.

Meine Meinung

„Fourth Wing – Flammengeküsst“ ist der Auftakt der Flammengeküsst-Reihe von Rebecca Yarros. Er handelt von Violet Sorrengail, die eigentlich immer Schriftgelehrte werden wollte, aber von ihrer Mutter gezwungen wird, die gefährliche Ausbildung zur Drachenreiterin zu machen.

Yarros hat einen ganz eigenen Stil. Sie verwendet eine flüssige und bildhafte Sprache, die den Leser in die Geschichte hineinzieht und ihm hilft, sich alles genau vorzustellen. Der Schreibstil ist eine ausgewogene Mischung aus Beschreibungen und Dialogen, die die Figuren, die Handlung und die Atmosphäre lebendig werden lassen. Während der Lektüre ist man praktisch hautnah dabei und kann nicht anders, als mit den Figuren mitzufiebern!

Die Welt von „Fourth Wing“ könnte man fast als dystopisch bezeichnen. Schauplatz ist das Königreich Navarra, das von einem tyrannischen König regiert wird und sich ständig im Krieg mit dem Nachbarreich befindet. Hier kommen die Drachenreiter ins Spiel. Sie bilden eine Art militärische Eliteeinheit und sind die wichtigste Verteidigung gegen feindliche Truppen. Um Drachenreiter zu werden, muss man die harte und brutale Ausbildung am Basgiath War College absolvieren und vor allem überleben.

Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Violet Sorengail geschildert. Sie stellt auch die Hauptfigur des Buches dar.
Als Protagonistin hat mir Violet sehr gut gefallen, sie ist unglaublich gerissen, klug und ehrgeizig und will sich um jeden Preis durchsetzen, koste es, was es wolle. Ihr Wille ist so unglaublich stark, dass ich sie einfach beeindruckend fand!

Aber auch die anderen Charaktere können punkten. Selbst die Nebencharaktere haben unglaublich viel Tiefe bekommen und es wäre schade gewesen, wenn jeder von ihnen gestorben wäre. Das Buch lebt nicht nur von Nervenkitzel und Spannung, nein, es lebt vor allem von seinen Figuren.

Aber mein persönliches Highlight sind definitiv die Drachen! Ich liebe Drachen und in diesem Buch sind sie unglaublich cool umgesetzt!

Was die charakterliche Entwicklung der einzelnen Figuren angeht, hätte es allerdings etwas mehr sein dürfen. Selbst Violet, die eigentlich ein bisschen über sich hinauswächst, ist am Ende noch genau so, wie sie am Anfang war. Klar, sie bekommt die eine oder andere Fähigkeit dazu, wie eben das Kämpfen, aber nichts trägt dazu bei, dass sie sich in ihrem Wesen weiterentwickelt. Das ist wirklich schade, zumal hier viel Potential verschenkt wurde!

Die Liebesgeschichte ist ganz klassisch Enemies to Lovers mit einer Prise verbotener Liebe. Obwohl ich Enemies to Lovers mag, hat es mich hier nicht gepackt. Von der ersten Sekunde an fühlt sich Violet auf eine Art und Weise zu Xaden hingezogen, die jeglicher Logik entbehrt. Zu meiner Überraschung kam der Stein dann ziemlich langsam ins Rollen – bis sich am Ende alles überstürzt … und in ausführlichen expliziten Szenen endet, die einfach nur zum Kringeln waren. Wenn Yarros eines nicht kann, dann ist es Spice.

Insgesamt hat mir der Roman aber sehr gut gefallen, auch wenn er für mich kein Jahreshighlight war. Diese ganze Welt mit den Drachen ist einfach unglaublich faszinierend und es hat Spaß gemacht, sie kennenzulernen. Wenn man Dystopien wie Die Tribute von Panem und Die Bestimmung mag, aber auch „Eragon“ nicht abgeneigt ist, dann hat man hier eine gelungene Mischung aus beiden Buchwelten!

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