
Buchinformationen
| Titel | Hunting Prince Dracula |
| Band | 2 von 4 |
| Autor | Kerri Maniscalco |
| Verlag | Piper |
| Übersetzung | Diana Bürgel |
| ISBN | 978-3-492-70782-4 |
| Seitenzahl | 528 |
| Genre | Historischer Krimi |
| Bewertung | 3,5 von 5 Sterne |
Klappentext
Nachdem Audrey Rose ihren ersten Fall gelöst hat, hat sie keine andere Wahl, als aus London zu fliehen. Zusammen mit dem arroganten, aber charmanten Thomas Cresswell reist sie nach Rumänien, um dort eine der besten Schulen für Gerichtsmedizin in Europa zu besuchen. Doch in den düsteren Hallen der Schule geschehen grausame Morde, und die Leichen werden ohne einen Tropfen Blut im Körper aufgefunden. Schnell stellt sich die Frage: Ist es ein Nachahmungstäter oder ist Vlad, der Pfähler, der berühmte Graf Dracula, wieder auferstanden? Audreys Ermittlungen lassen ihre schlimmsten Ängste wahr werden.
Meine Meinung
„Hunting Prince Dracula“ von Kerri Maniscalco ist die Fortsetzung des Bestsellers „Stalking Jack the Ripper“. In diesem zweiten Band begleiten wir erneut die mutige Audrey Rose Wadsworth und den charmanten Thomas Cresswell, die nach den schockierenden Ereignissen in London nach Rumänien fliehen mussten, um an einer renommierten forensischen Schule zu studieren. Doch kaum angekommen, werden sie in eine Serie bizarrer Morde verwickelt, die an die Legende von Dracula erinnern. Die beiden müssen ihre Fähigkeiten und ihren Mut unter Beweis stellen, um den mysteriösen Täter zu entlarven.
Der Schreibstil in „Hunting Prince Dracula“ hebt sich deutlich vom vorherigen Band ab. Er ist deutlicher flüssiger und fesselnder, was das Leseerlebnis erheblich verbessert. Die Art und Weise, wie die Geschichte erzählt wird, zieht die Leser von Anfang an in ihren Bann und lässt sie kaum los. Die Beschreibungen sind lebendig und detailreich, wodurch die düstere Atmosphäre und das historische Setting eindrucksvoll zur Geltung kommen. Dialoge erscheinen scharf und prägnant, was die Charaktere authentisch und greifbar macht.
Trotz der Vielzahl an Handlungssträngen entsteht das Gefühl, auf der Stelle zu treten, insbesondere in Bezug auf die Liebesgeschichte, die sich für manchen Geschmack etwas zu viel Zeit lässt. Zwar passt dieses langsame Tempo auch zu den Protagonisten, die mit anderen Interessen und aktuellen Problemen beschäftigt sind, dennoch kann es frustrierend sein, wie viel Zeit sich jeder Aspekt der Geschichte nimmt.
Die Protagonisten sind tief in ihre forensischen Studien und die mysteriösen Morde verwickelt, was ihre Beziehung in den Hintergrund rückt. Während diese realistische Darstellung ihrer Prioritäten die Charaktere authentisch und vielschichtig erscheinen lässt, wünscht man sich als Leser manchmal, dass die Spannung schneller voranschreitet. Die langsame Entfaltung der Geschichte kann daher als Geduldsprobe empfunden werden, da sie sich über viele Kapitel hinwegzieht, ohne zu einem klaren Höhepunkt zu gelangen.
Zusätzlich tragen die zahlreichen Nebenhandlungen und die detaillierten Beschreibungen der Umgebung und der historischen Hintergründe dazu bei, dass die Haupthandlung gelegentlich ins Stocken gerät. Diese Elemente bereichern zwar die Atmosphäre und das Setting des Buches, können aber auch das Gefühl verstärken, dass die Geschichte insgesamt zu langsam voranschreitet.
Die Ereignisse in London haben die Beziehung zwischen Thomas und Audrey Rose stark belastet. Thomas, der nicht gerade für seine emotionale Offenheit bekannt ist, begeht einige Fehltritte, die manchmal fast zum Verzweifeln bringen. Es gibt Momente, in denen man ihn am liebsten schütteln würde. Dennoch gibt es auch schöne, aufregende und spannende Augenblicke, die die Geschichte bereichern. Trotz dieser Highlights gelingt es der Story nicht, vollständig zu fesseln.
Insgesamt bietet „Hunting Prince Dracula“ eine solide Mischung aus historischem Krimi und Romanze, doch die gemächliche Erzählweise und die langsame Entwicklung der Liebesgeschichte können für einige Leser eine Herausforderung darstellen. Die Neugier darauf, wie es mit den beiden weitergeht, bleibt jedoch bestehen.
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