Akram El-Bahay: Magische Bilder – Der Meister der siebten Familie [Rezension]

Cover © Lübbe

Buchinformationen

TitelMagische Bilder – Der Meister der siebten Familie
Band2 von 2
AutorAkram El-Bahay
VerlagLübbe Belletristik
Übersetzung
ISBN978-3-404-19230-4
Seitenzahl381
GenreUrban Fantasy
Bewertung4 von 5 Sterne

Klappentext

Vor langer Zeit wurden die Meister der sechs magischen Familien mit einem Zauber in sechs Fotografien gebannt. Nun versuchen ihre Nachfahren sie zu befreien, doch die düsteren Inquisitoren, allen voran ihr Anführer Nicéphore, wollen dies verhindern. Bei dem Versuch, die Meister der Magie zu befreien, erweist sich der junge Art selbst als Magier, der zur legendären siebten Familie gehört. Er gerät in ein halsbrecherisches Abenteuer, das ihn von Paris über Kairo bis nach Peking führt. Er besucht die magischen Enklaven in den Metropolen der Welt – und findet in der Zauberin Wu die Liebe seines Lebens. Doch dann stellt er fest, dass sein eigener Vorfahr versucht, ihn in ein Foto zu bannen …

Meine Meinung

Mit „Magische Bilder – Der Meister der siebten Familie“ nimmt Akram El-Bahay uns erneut mit auf Arthurs Abenteuer quer durch die magischen Bilder. Dieses Buch ist der zweite und letzte Band der Dilogie. Arthur, der Protagonist, steht vor der größten Herausforderung seines Lebens. Er muss nicht nur seine Freunde und die Meister der sechs Familien retten, sondern auch die Welt vor einer dunklen Bedrohung bewahren. Die Reise ist gefährlich, aber Arthur ist nicht allein. An seiner Seite stehen treue Gefährten, Wu und Amin, die bereit sind, für das Gute zu kämpfen.

Die magischen Bilder sind mehr als nur einfache Fotografien – sie sind Portale in andere Welten und Zeiten. El-Bahay nutzt diese Bilder, um eine Verbindung zwischen den verschiedenen Kulturen und Epochen herzustellen. Jedes Bild führt zu einer neuen Entdeckung und offenbart ein Stück der großen Geschichte, die sich wie ein roter Faden durch das Buch zieht.

Die Welt, die El-Bahay baut, ist eine, in der jeder Stein und jedes Blatt eine Geschichte zu erzählen hat. Die Städte und Landschaften sind so lebendig beschrieben, dass sie vor dem inneren Auge zum Leben erwachen. Man wandelt auf den Märkten von Kairo, spürt die kühle Brise auf den Dächern von Paris und staunt über die geschichtlichen Ereignisse, die in den Bildern festgehalten sind. Es ist eine Welt, die nicht nur auf der Karte der Fantasie existiert, sondern auch im Herzen des Lesers einen bleibenden Eindruck hinterlässt.

Akram El-Bahay ist ein wahrer Zauberer der Worte, und in diesem zweiten Band beweist er dies mit jeder Seite. Er erschafft eine Welt, die so reich an Details ist, dass man beim Lesen fast schon selbst vor Ort ist. Jedes Kapitel ist gefüllt mit überraschenden Wendungen, die den Leser dazu bringen, die eigene Vorstellungskraft zu erweitern und sich in die Tiefen der Geschichte fallen zu lassen. Der Höhepunkt des Buches ist der Kampf gegen den Antagonisten, der die magischen Bilder für seine Zwecke missbrauchen will. Es ist ein Kampf, der nicht nur mit Magie, sondern auch mit Intelligenz und Mut geführt wird. Arthur und seine Freunde müssen zusammenarbeiten, um die Pläne des Feindes zu durchkreuzen.

Die Überraschungen, die El-Bahay für seine Leser bereithält, sind so vielfältig und kreativ, dass man sich nie sicher sein kann, was auf der nächsten Seite wartet. Ein magisches Artefakt könnte sich als Schlüssel zu einer verlorenen Zivilisation entpuppen, oder ein scheinbar einfacher Zauberspruch könnte das Schicksal der Charaktere für immer verändern. Diese Unvorhersehbarkeit hält die Spannung hoch und macht „Magische Bilder – Der Meister der siebten Familie“ zu einem Buch, das man kaum aus der Hand legen kann.

Die Charaktere sind nicht nur Figuren auf Papier; sie sind lebendige Wesen mit Sehnsüchten, Ängsten und Träumen. Akram El-Bahay hat es geschafft, ihnen eine Tiefe zu verleihen, die selten in der Literatur zu finden ist. Arthur, der unerwartete Held, wächst über sich hinaus und zeigt, dass wahre Stärke oft in der Fähigkeit liegt, Veränderungen anzunehmen und aus Fehlern zu lernen. Wu, die mutige Zauberin, repräsentiert die Vielfalt und Komplexität der starken weiblichen Charaktere, die in der Fantasy-Literatur oft unterrepräsentiert sind. Die Entwicklung der Charaktere ist ein Spiegelbild der Reise, die sie durchlaufen. Mit jedem Schritt, den sie auf ihrer gefährlichen Mission vorwärts machen, entfalten sie neue Schichten ihrer Persönlichkeit und offenbaren verborgene Stärken. Ihre Beziehungen zueinander sind geprägt von Loyalität und dem unerschütterlichen Glauben an das Gute, selbst wenn die Dunkelheit am Horizont lauert. Die Verwebung der Kulturen ist ein weiterer Pluspunkt. Im Laufe der Geschichte erleben wir eine Reise durch die Weltgeschichte und präsentiert magische Traditionen, die so alt sind wie die Zivilisation selbst. Von den geheimnisvollen Straßen Kairos bis zu den verlorenen Tempeln Chinas, jede Kultur bringt ihre eigene magische Essenz in die Geschichte ein. Diese kulturelle Vielfalt ist nicht nur Kulisse, sondern ein zentraler Punkt der Handlung, der die Charaktere und ihre Magie formt und definiert.

„Magische Bilder – Der Meister der siebten Familie“ steht dem ersten Band in nichts nach und führt die Reihe um die magischen Bilder zu einem gebührenden Ende. Für Fans der Urban Fantasy definitiv lesenswert!

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