
Buchinformationen
| Titel | Plötzlich Fee – Herbstnacht |
| Band | 3 von 5 |
| Autor | Julie Kagawa |
| Verlag | Heyne |
| Übersetzung | Charlotte Lungstrass-Kapfer |
| ISBN | 978-3-453-26726-8 |
| Seitenzahl | 512 |
| Genre | Romantasy |
| Bewertung | 4 von 5 Sterne |
Klappentext
Am Vorabend ihres siebzehnten Geburtstags findet sich Meghan als Wanderin zwischen den Welten wieder: Sie und Ash, der Winterprinz, wurden wegen ihrer verbotenen Liebe aus Nimmernie verbannt. Nun sind sie auf der Flucht. Denn die Eisernen Feen, denen Meghan im letzten großen Kampf empfindlichen Schaden zufügte, sinnen auf Rache und machen auch vor der Welt der Sterblichen nicht halt. Für Meghan gibt es keinen sicheren Ort mehr.
Doch diesmal ist sie nicht allein: Ash weicht nicht von ihrer Seite, seine Liebe zu ihr ist ihm längst wichtiger als das Wohlwollen seiner Mutter Mab. Als sich die Eisernen Feen zu einem neuen Angriff rüsten, kehren Meghan und Ash nach Nimmernie zurück, um zu kämpfen. Denn es steht alles auf dem Spiel: die Zukunft Nimmernies und ihre eigene …
Meine Meinung
„Plötzlich Fee – Herbstnacht” ist der dritte Band der Fantasy-Reihe Plötzlich Fee von Julie Kagawa erzählt die Geschichte der Halbfeenprinzessin Meghan Chase, die zwischen der Welt der Sterblichen und der Welt der Feen, Nimmernie, hin- und hergerissen ist. Gemeinsam mit ihrem Geliebten Ash, dem Winterprinzen, und ihrem besten Freund Robin Goodfellow, mit denen sie aus Nimmernie verbannt wurde, stellt sie sich der Bedrohung durch das Eiserne Reich. Das tödliche Eisen breitet sich immer weiter in der Feenwelt aus, während der Falsche König den Sommer- und den Winterhof vernichten, seine Macht stärken und die Herrschaft über Nimmernie an sich reißen will, doch dazu braucht er Meghan, denn sie vereint eine Kraft in sich, die sie selber kaum kennt, geschweige denn kontrollieren kann.
„Alle guten Dinge sind drei!“ – dieses Sprichwort kennt wohl jeder und es trifft auch auf die „Plötzlich Fee“-Reihe zu, denn wie schon im ersten und zweiten Band ist die Handlungsstruktur genau die gleiche. Sie hat praktisch nur ein neues Gewand bekommen. Und das ist es, was es stellenweise so unglaublich langweilig macht, denn auch wenn man nicht genau weiß, wie es weitergeht, kann man sich darauf verlassen, dass bestimmte Dinge in genau der gleichen Reihenfolge passieren werden, wie zum Beispiel die Rückschläge oder Stolpersteine, die den Hauptfiguren immer wieder in den Weg gelegt werden.
Wenn man davon absieht, hat man trotzdem ein tolles Buch, das dafür in anderen Bereichen punkten kann, zum Beispiel beim Weltenbau. Ich muss sagen, dass ich ein großer Fan der Eisenfeen bin, die für Feenwesen, wie man sie kennt, eher untypisch sind, aber das ist definitiv nicht schlecht, weil es viel frischen Wind reinbringt.
Auch die Charaktere können durchaus für sich punkten, wobei man sagen muss, dass auch sie mittlerweile vor allem in ihrer Entwicklung nachgelassen haben, so dass einige von ihnen auch ganz schön nerven können. Natürlich könnte man das bei den Feen noch damit erklären, dass sie schon so alt und damit etwas gesetzter sind, aber das macht das Ganze für den Leser leider nicht spannender. Ein gutes Beispiel dafür ist eigentlich der Feenkater Grimalkin. Im ersten Band war er noch sehr unterhaltsam, wie er ständig über die Zweibeiner den Kopf schüttelt und sowieso alles besser weiß, schließlich ist er ja eine Cat Sidhe und wie er der Truppe immer mit der besten Lösung aus der Patsche hilft, aber irgendwann denkt man nur noch „Wow, öfter mal was Neues“, denn auch Grimalkin ist dem Schema F zum Opfer gefallen und das hat mir den Charakter wirklich madig gemacht.
In diesem Teil spielt auch die Liebesgeschichte zwischen Ash und Meghan eine größere Rolle, schließlich ist es ihre Liebe, wegen der sie aus Nimmernie verbannt wurden. Dass sich ihre Beziehung nur sehr schleppend entwickelt, macht die Sache nicht besser und sorgt immer wieder für Dramen, die man sich hätte sparen können, wenn man einfach mal offen miteinander reden würde, aber das können die beiden einfach nicht und so dümpelt die Liebesgeschichte vor sich hin. Man muss schon etwas für solche Liebesgeschichten übrig haben, um das wirklich zu mögen, und ich gehöre definitiv nicht dazu.
Trotz der Schwächen ist auch „Plötzlich Fee – Herbstnacht“ lesenswert, vor allem, wenn man wissen möchte, wie die Geschichte ausgeht. Zwar langweilen stellenweise die Wiederholungen, dafür überzeugt der Roman in anderen Punkten, wie zum Beispiel mit der magischen Welt von Nimmernie und den Eisenfeen. Wer sich nicht daran stört, dass der Aufbau der Handlung auch hier gleich bleibt, wird auf jeden Fall wieder auf seine Kosten kommen.
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