
Buchinformationen
| Titel | Das Haus der tausend Räume |
| Band | 3 von 3 |
| Autor | Diana Wynne Jones |
| Verlag | Knaur |
| Übersetzung | Oliver Plaschka |
| ISBN | 978-3-426-52540-1 |
| Seitenzahl | 272 |
| Genre | Fantasy, Klassiker |
| Bewertung | 3 von 5 Sterne |
Klappentext
Charmain Baker hätte es wirklich besser wissen müssen: Es kann keine einfache Aufgabe sein, das Haus eines Zauberers zu hüten!
Seit sie die Tür zur scheinbar winzigen Hütte ihres Onkels geöffnet hat, stolpert Charmain von einer Katastrophe in die nächste. Ein extrem magischer streunender Hund, ein verwirrter Zauberlehrling und ein erboster Clan von kleinen blauen Kreaturen sind ihre geringsten Probleme, als der König eine wahrhaft furchterregende Zauberin zu Hilfe ruft, um einen sagenumwobenen Schatz zu finden: Denn wo die mächtige Sophie auftaucht, sind der Zauberer Howl und der Feuerdämon Calcifer nicht weit, das weiß jeder.
Was Howl und Sophie allerdings schließlich entdecken, überrascht niemanden mehr als Charmain.
Meine Meinung
Das Buch „Das Haus der tausend Räume“ von Diana Wynne Jones ist der dritte und letzte Teil der Howl-Saga, die mit dem bekannten Roman „Das wandelnde Schloss“ begann. In diesem Band begleiten wir die junge Charmain Baker, die sich bereit erklärt hat, auf das Haus ihres Onkels, eines Zauberers, aufzupassen, während dieser sich einer gefährlichen Operation unterzieht. Doch das Haus ist kein gewöhnliches Haus, sondern ein Labyrinth aus tausend Räumen, die sich ständig verändern und an verschiedene Orte führen. Charmain muss sich nicht nur mit einem magischen Hund, einem tollpatschigen Lehrling und einer Schar kleiner blauer Kobolde herumschlagen, sondern auch mit einer geheimnisvollen Schatzsuche, die über das Schicksal des Königreichs entscheiden könnte. Dabei trifft sie auf alte Bekannte wie die Zauberin Sophie, den Feuerdämon Calcifer und natürlich den charismatischen Howl, der immer für eine Überraschung gut ist.
Der Schreibstil von Diana Wynne Jones ist, wie man es schon aus anderen Werken kennt, sehr eigenwillig. Man mag ihn oder man mag ihn nicht. Charakteristisch ist ein humorvoller, kreativer und origineller Ton, der oft ins Ironische und Parodistische geht. Dabei spielt sie gerne mit Erwartungen und Klischees, die sie oft umkehrt oder auf den Kopf stellt. Ihre Art des Humors ist so speziell wie ihr Schreibstil, und man muss wirklich etwas mit diesem Humor anfangen können, um ihn lustig zu finden. Das ist mir, wie auch schon bei den anderen Teilen des Buches, ziemlich schwer gefallen. Ich fand auch nicht alle Witze lustig.
Die Handlung des Buches ist wirklich chaotisch. Der rote Faden geht manchmal verloren und ich konnte nicht immer ganz nachvollziehen, was gerade passiert und warum es passiert. Das war nicht nur verwirrend, sondern auch ziemlich anstrengend.
Die Hauptfigur ist diesmal Charmain Baker, deren Onkel ein Zauberer ist und in einem magischen Haus lebt, auf das sie während seiner Abwesenheit aufpassen soll. Ich fand sie als Protagonistin viel zu blass, fast wie ein Gespenst, also eher nichtssagend.
Aber auch die anderen Charaktere sind nicht wirklich tiefgründig ausgearbeitet, was typisch für Diana Wynne Jones und die Howls-Saga im Allgemeinen ist. Muss man wohl einfach mögen.
Insgesamt hat mir der Abschluss der Trilogie am wenigsten gefallen, weil er mir einfach zu unstrukturiert war. Wer aber die anderen Teile mochte, für den wird auch der letzte Teil überzeugen, denke ich.
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