Michael Ende: Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch [Rezension]

Buchinformationen

TitelDer satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch
BandEinzelband
AutorMichael Ende
VerlagThienemann
Übersetzung
ISBN978-3-522-18520-2
Seitenzahl240
GenreFantasy, Klassiker
Bewertung4,5 von 5 Sterne

Klappentext

Es ist Silvesterabend: Der geheime Zauberrat Beelzebub Irrwitzer und seine Tante, die Geldhexe Tyrannja Vamperl, haben ein Problem. Sie haben ihr Jahressoll an bösen Taten noch lange nicht erfüllt. Nur ein besonders gemeiner Plan kann ihnen jetzt noch helfen, sonst werden sie in die Hölle verbannt. Können sie mit Hilfe des satanarchäolügenialkohöllischen Wunschpunsches ihren Rückstand bis Mitternacht noch aufholen? Doch die beiden haben nicht mit dem räudigen Raben Jakob und dem Straßenkater Maurizio gerechnet. Die beiden sind Spione des hohen Rates der Tiere und werden alles tun, um den magischen Plan zu verhindern.

Meine Meinung

„Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch“ ist ein Kinderbuch des deutschen Schriftstellers Michael Ende, der vor allem durch seine Werke „Die unendliche Geschichte“ und „Momo“ bekannt wurde. Dieses Zaubermärchen über Umweltzerstörung erschien erstmals 1989 im Thienemann-Verlag und ist der letzte vollendete Roman des Autors. Die Illustrationen stammen von Regina Kehn. Die Geschichte spielt zu Silvester von fünf Uhr abends bis Mitternacht und erzählt von dem Versuch zweier Schwarzmagier, mit einem mächtigen Zaubertrank möglichst viele böse Taten zu vollbringen, um einer Strafe aus der Hölle zu entgehen. Dabei werden sie von einem Kater und einem Raben, die als Spione des Hohen Rates der Tiere agieren, behindert. Das Buch ist eine spannende und humorvolle Geschichte, die zugleich eine kritische Auseinandersetzung mit den Folgen des menschlichen Eingriffs in die Natur darstellt.

Der Stil des Autors Michael Ende ist geprägt von seiner Fantasie und seiner Liebe zur Sprache. Er schreibt oft märchenhafte Geschichten, die sowohl Kinder als auch Erwachsene ansprechen. Seine Werke enthalten zahlreiche Anspielungen auf Literatur, Kunst, Philosophie und Mythologie, so auch dieser Roman. Durch die Verwendung von Wortspielen, Wortneuschöpfungen und Reimen verleiht er seinen Texten Lebendigkeit und Humor. In seinen Welten spiegelt sich oft unsere Realität wider, aber sie sind mit einem magischen oder fantastischen Element versehen. Auch gesellschaftliche Probleme wie Umweltzerstörung, Zeitdruck oder Konsumwahn werden von Ende thematisiert, Themen, die für Kinderbücher doch eher ungewöhnlich sind, aber auch schon junge Leser fordern können.

Die Figuren im Buch sind sehr vielfältig und originell, so wie sie auch in der Zeichentrickserie zum Buch umgesetzt wurden. Wie es sich für ein Kinderbuch gehört, sind die Charaktere eindeutig einer Gesinnung zugeordnet. So sind der schwarze Zauberer Beelzebub Irrwitzer und seine Tante Tyrannja Vamperl eindeutig als böse zu erkennen, während die guten Herzen des Katers Maurizio und des Raben Jakob deutlich hervortreten.

Was mir sehr gut gefällt, ist, dass die Figuren alle sprechende Namen haben, also Namen, die eindeutig etwas über den Charakter oder die Rolle der Figur aussagen. Zum Beispiel setzt sich der Name von Beelzebubs Tante Tyrannja Vamperl aus den Wörtern Tyrann und Vampir zusammen, was auf ihre grausame und blutsaugende Natur hinweist.

Das Buch hat mich schon sehr nostalgisch gemacht, obwohl ich es als Kind nie gelesen habe und nur die Serie kenne. In die Welt des „satanarchäolügenialkohöllischen Wunschpunsches“ einzutauchen hat auch als Erwachsener richtig Spaß gemacht. Alles in allem kann ich das Buch wirklich nur jedem empfehlen. Es ist eine wirklich tolle Geschichte, die beweist, dass jeder Einzelne in der Lage ist, etwas zu bewirken. Ein würdiger Abschluss für das Schaffen von Michael Ende!

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