Simon van de Loo: Tales of Martyria: Zwischen Clan & Ehre [Rezension]

Cover © Martyria Books

Buchinformationen

TitelTales of Martyria: Zwischen Clan & Ehre
Band1 von ?
AutorSimon van de Loo
Verlag
Übersetzung
ISBN978-3-3479-5533-2
Seitenzahl332
GenreHigh Fantasy, Steampunk
Bewertung4 von 5 Sterne

Klappentext

Martyria, ein Land zerrissen von Krieg und Machtspielen. Drei unversöhnliche Mächte kämpfen um die Vorherrschaft. Inmitten dieses chaotischen Konflikts führt Leutnant Sigurd Kobaltbart eine Expedition auf die Heimatinsel der wilden Shraz’na. Zwergen und Ureinwohnern droht ein eskalierender Konflikt. Sigurd muss zwischen Moral und Status wählen, während der junge Shraz’na Sierrkha um das Überleben seines Volkes kämpft. Eine Welt voller Intrigen, Gefahren und unerwarteter Wendungen – wer wird am Ende siegen, und wer wird in diesem epischen Kampf ums Überleben untergehen?

Meine Meinung

„Tales of Martyria – Zwischen Clan & Ehre“ von Simon van de Loo ist der erste Band einer Reihe, die in einer Welt spielt, die von Zwergen, Orks, Menschen und vielen anderen magischen Völkern bewohnt wird. Doch diese Welt ist nicht friedlich, sondern geprägt von Krieg und Machtspielen. Erzählt wird die Geschichte des Zwergenleutnants Sigurd Kobaltbart, der eine Expedition zur Heimatinsel der wilden Shraz’na anführt. Dort muss er sich nicht nur den feindseligen Eingeborenen, sondern auch seinen eigenen moralischen Konflikten stellen. Eine fesselnde Mischung aus Phantastik und Politik, die den Leser in eine komplexe und facettenreiche Welt eintauchen lässt.

Simon van de Loos Stil lässt sich schwer in Worte fassen. Oft werden Beschreibungen und Metaphern verwendet, um die Atmosphäre, die Charaktere und die Handlung zu illustrieren und zu verdeutlichen. Im Allgemeinen kann man jedoch sagen, dass er einen lebendigen, bildhaften und emotionalen Schreibstil hat, der den Leser auf eine poetische Art und Weise in seinen Bann zieht.

Die Welt, in die uns van de Loo entführt, ist eine magische Welt, die von der Industrialisierung geprägt ist und in der mit Sicherheit nicht alles mit rechten Dingen zugeht. So sind Sklaverei und Kolonialismus ein zentrales Thema, was mich sehr an die Kolonisierung Amerikas erinnerte, bei der viele indigene Völker den Kolonialherren zum Opfer fielen und zum Teil versklavt wurden.

Die Geschichte wird kapitelweise abwechselnd aus der Sicht der beiden Hauptfiguren Sierrkha und Sigurd erzählt.
Sierrkha ist ein Junge vom indigenen Volk der Shraz’na, die im Urwald einer noch weitgehend unerforschten Insel in Martyria leben. Er ist ein talentierter Jäger, der sich zum Ziel gesetzt hat, seine Familie und sein Volk zu beschützen. Im Laufe der Handlung zeigt er jedoch auch Neugier und Offenheit für neue Erfahrungen, die ihn dazu bringen, von den Traditionen seines Stammes abzuweichen. Als er mit den Zwergen in Kontakt kommt, muss er sich zwischen Zugehörigkeit und Freiheit entscheiden.

Sigurd Kobaltbart ist ein zwergischer Leutnant, der eine Expedition zur Heimatinsel der wilden Shraz’na anführt. Er ist ein loyaler und tapferer Soldat, der die Regeln und Befehle seines Clans befolgt. Doch er hat auch ein gutes Herz und einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, der ihn manchmal in Konflikt mit seiner Pflicht bringt. Im Kontakt mit den Einheimischen ist er gezwungen, zwischen Moral und Status zu wählen.

„Tales of Martyria – Zwischen Clan & Ehre“ ist ein gelungener Auftakt, der mich vor allem durch die komplexen Themen und die vielschichtige Handlung begeistern konnte. Wer keine Scheu vor einem anspruchsvollen Buch mit Steampunk-Elementen hat, wird hier voll auf seine Kosten kommen!

[unbezahlte Werbung | Rezensionsexemplar]

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