
Buchinformationen
| Titel | Die Silberkammer in der Chancery Lane |
| Band | 9 von 10 |
| Autor | Ben Aaronovitch |
| Verlag | dtv |
| Übersetzung | Christine Blum |
| ISBN | 978-3-423-26331-3 |
| Seitenzahl | 416 |
| Genre | Urban Fantasy |
| Bewertung | 3,5 von 5 Sterne |
Klappentext
Peter Grant, der Londoner Bobby und Zauberlehrling (sowie neuerdings Praktikantinnenausbilder), hat einen neuen Fall. In den Silberkammern in der Chancery Lane hat es einen merkwürdigen Todesfall gegeben. Der Tote weist eine große Wunde im Brustkorb auf – als hätte man ihm das Herz herausgerissen. Die Ermittlungen führen zu einem zweiten Toten. Und dann zunehmend weiter über London hinaus – in völlig unerwartete räumliche, zeitliche und extradimensionale Gefilde. Dabei hat Peter eigentlich schon mehr als genug damit zu tun, sich auf ein ganz bestimmtes freudiges Ereignis vorzubereiten, das allmählich die Züge eines hochmagischen und illustren Großevents annimmt …
Meine Meinung
„Die Silberkammer in der Chancery Lane“ ist der neunte und voraussichtlich letzte Teil der Peter-Grant-Reihe von Ben Aaronovitch. In diesem Roman ist Peter wieder in den normalen Polizeidienst zurückgekehrt und arbeitet an seinem neunten Fall, während in seinem Privatleben ein wichtiges Ereignis bevorsteht.
Aaronovitch hat auch im letzten Roman seiner Reihe um den begnadeten Londoner Polizisten Peter Grant sein Können unter Beweis gestellt. Er erzählt nicht nur eine Geschichte, die durch London mit all seinen kulturellen und architektonischen Besonderheiten und weit darüber hinaus in den Norden des Landes führt, sondern taucht auch historisch in eine Welt voller Magie ein.
Auch der Stil nähert sich wieder den ersten sieben Bänden an und bringt das vertraute Gefühl zurück, das man im Vorgängerband so schmerzlich vermisst hat, wenn auch mit denkwürdigen Veränderungen. Das Folly bzw. die dahinter stehende Polizeiabteilung wird nach und nach weiter ausgebaut und viel mehr Menschen sind hier bereits in die magische Welt Londons eingeweiht, wenn auch nicht als Praktizierende – so auch die Praktikantin, die Peter in die Silberkammern begleitet.
Peter finde ich nach all den Bänden grundsätzlich immer noch super. Man merkt, dass er sich weiterentwickelt, aber im Grunde bleibt er derselbe und wächst immer mehr in seine Rolle als Zauberer und Polizist hinein.
Schade finde ich, dass man Nightingale wieder fast gar nicht sieht. Er ist ein toll ausgearbeiteter Charakter und definitiv einer meiner Lieblinge, nur wird er bewusst viel im Hintergrund gehalten. Nicht zuletzt, weil Peter ihm nach und nach immer mehr Wissen über die magische Welt anvertraut und nicht unbedingt auf Nightingales Hilfe angewiesen ist; er kommt auch gut ohne seinen Zaubermeister aus.
Leider taucht Lesley May auch hier wieder auf, um zu zeigen, wie toll sie ist. Ich mag sie immer noch nicht und in diesem Band hat sie wieder alles getan, damit das auch so bleibt. Sie ist immer noch eine Mary Sue, nicht einfach nur eine toughe junge Frau und genau das ist das Problem.
Alles in allem fand ich den Abschlussband in Ordnung. Er war nicht weltbewegend, aber auch nicht schlecht – ein Mittelding. Er bietet einige interessante Dinge, die das Lesen kurzweilig und für Fans der Reihe lesenswert machen.
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