Michael Hamannt: Die wispernden Bücher – Sonnenauge [Rezension]

Buchinformationen

TitelDie wispernden Bücher – Sonnenauge
Band3 von 4
AutorMichael Hamannt
Verlag
Übersetzung
ISBN
Seitenzahl160
GenreUrban Fantasy
Bewertung4 von 5 Sterne

Klappentext

Wenn Cassy ihren Freund Finnegan vor dem Tod bewahren will, muss sie sich dem Blutgericht der Elfenkönigin stellen. Doch ist die Königin wirklich auf ihrer Seite oder spielt sie ihr eigenes grausames Spiel? Und als hätte Cassy nicht schon genug Probleme, erfährt sie eine Wahrheit über Sonnenauge, die alles in Frage stellt, wofür sie bisher gekämpft hat. Zum Glück hat sie Ray, der Cassy in dieser dunklen Stunde mit Herz und Verstand zur Seite steht.

Meine Meinung

„Sonnenauge“ ist der dritte Teil der Reihe Die wispernden Bücher von Michael Hamannt, in dem die Handlung um die Rettung Finnegans fortgesetzt wird.

Nach einer Rückblende beginnt der dritte Band dort, wo der zweite aufgehört hat, also genau am gemeinen Cliffhanger. Man erfährt also gleich zu Beginn, wie es dort weitergeht. Neben der Sache mit Finnegan geht es in diesem Teil – wie der Titel schon vermuten lässt – mehr um Sonnenauge, den ich wirklich sehr mag, weil er ein ziemlich gut ausgearbeiteter Antagonist ist. In dieser Hinsicht gibt es einige interessante Enthüllungen, die das Lesen spannend machen.

Der Schreibstil ist wie immer flüssig und verliert sich nicht in großen Ausschmückungen.

Auch wenn der zeitliche Rahmen des dritten Bandes recht kurz ist, so entwickeln sich auch in diesem Band die Charaktere weiter. Mit jedem Band nehmen die Figuren mehr Gestalt an und werden greifbarer. Dabei sind sie nie einseitig gezeichnet, sondern zeigen immer wieder neue Facetten.

Vor allem Cassy beweist einmal mehr, was in ihr steckt und wird geschickter im Umgang mit ihrer Magie, deren Herkunft sich zumindest teilweise enthüllt. Außerdem kristallisiert sich nach und nach heraus, warum Cassy für Sonnenauge so wichtig ist.
Gut finde ich auch, dass sie nicht ganz arglos durch die Handlung geht, sondern die Situation mit Sonnenauge und die Angst um Finnegan sie zunehmend belasten, nicht zuletzt, weil sie der Schlüssel ist, aber einfach viel zu wenig weiß. Sei es über ihre Kräfte, über den Feind oder gar über die ganze Welt der Magie; Cassy trägt viel Verantwortung und das geht nicht spurlos an ihr vorüber.

Ich finde es auch gut, dass man mehr über Maeve erfährt, auch wenn sie zum größten Teil immer noch ein Geheimnis bleibt. Nur Ray ist nach wie vor eine Nervensäge, aber das wird sich wohl auch nicht ändern. Das ist eigentlich schade, denn im ersten Band fand ich ihn ganz toll, und dann entwickelt er sich in eine Richtung, die ich nicht so gut finde.

Insgesamt gefällt mir „Sonnenauge“ besser als sein Vorgänger. Die Geschichte ist von Anfang bis Ende spannend und ich konnte mit den Charakteren mitfiebern, nicht zuletzt, weil ihre Gefühle für mich sehr greifbar waren. Das ist es auch, was die Geschichte so unglaublich lebendig macht.

Wer wie ich mit dem zweiten Band nicht viel anfangen konnte, wird mit diesem Roman wieder mehr Freude haben!

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