
Buchinformationen
| Titel | Sarania – Das Vermächtnis der Magier |
| Band | 1 von 2 |
| Autor | Simon André Kledtke |
| Verlag | Brighton Verlag |
| Übersetzung | – |
| ISBN | 978-3-958-76599-3 |
| Seitenzahl | 324 |
| Genre | High Fantasy |
| Bewertung | 3,5 von 5 Sterne |
Klappentext
Das alte Königreich zerfällt und die Welt versinkt im Chaos. Etwas Dunkles regt sich und legt seinen Schatten über Sarania. Die Zeit ist nah: Im Herzen der Finsternis streckt der Hexenmeister seine Hand aus, um die Trümmer des alten Zeitalters an sich zu reißen und die verheerten Länder des Reiches in seine Gewalt zu bringen. In dieser Zeit des Umbruchs wird der fünfzehnjährige Schmiedesohn Benalir über Nacht aus seinem behüteten Leben gerissen. Er taucht tief in eine Welt voller Abenteuer und Gefahr ein, voller Wunder, Elfen und Magie. Gemeinsam mit seinen ungleichen Gefährten muss er sich dem Schicksal entgegenstellen, um das drohende Verhängnis abzuwenden. Doch bald schon wird ihm klar, dass die Schatten noch weit tiefer sind, als ganz Sarania ahnt …
Meine Meinung
„Sarania – Das Vermächtnis der Magier“ ist der Auftakt der High-Fantasy-Saga Sarania von Simon André Kledtke. Es geht darin um den 15-jährigen Benalir, Sohn eines Schmieds, der eigentlich ein schlichtes Leben führt, aber eines Tages erfährt, dass er der Auserwählte ist, der den finsteren Zauberer Zorano stürzen soll und sich auf die Suche nach drei Artefakten begeben muss, die ihm dabei helfen sollen.
Der Schreibstil ist locker und leicht verständlich, so dass man als Leser wirklich gut in das Buch hineinfindet. Die Langatmigkeit, die man aus gängigen High-Fantasy-Werken wie „Herr der Ringe“ kennt, fehlt hier völlig. Auch der Humor kommt nicht zu kurz, der sich teilweise in slapstickartigen Szenen äußert, aber natürlich für den einen oder anderen Lacher sorgt.
Die Geschichte wird in der dritten Person geschildert. Im Laufe des Buches lernt man die Welt von Sarania aus zwei verschiedenen Perspektiven kennen; man begleitet sowohl Benalir als auch den Zauberer Sacerak, der seine ganz eigene Mission zu erfüllen hat.
Die Figuren sind relativ oberflächlich gestaltet, haben aber genügend Tiefe, so dass man sie gut voneinander unterscheiden kann. An dieser Stelle hätte ich mir allerdings schon mehr gewünscht.
Benalir sieht man als mutigen, aber noch naiven Jungen, der noch viel lernen muss, um seiner großen Aufgabe, Zorano zu besiegen, gewachsen zu sein. Sein Wesen ist sehr authentisch umgesetzt, da er ja auch noch sehr jung ist und die Welt verständlicherweise noch recht kindlich betrachtet. Nicht zuletzt, weil er auch noch nicht viel von der Welt gesehen hat.
Die andere Hauptfigur, Sacerak, wird dagegen als geheimnisvoller Magier präsentiert, dessen Motive zunächst undurchschaubar bleiben. Das lässt den Leser im Unklaren über seine Ziele und Hintergründe und macht neugierig, genau diese herauszufinden. Für mich waren die Einschübe aus der Sicht von Sacerak auch deutlich spannender, weil man da wirklich nicht weiß, wohin die Reise geht, während man bei Benalir zumindest weiß, dass er sich irgendwann mit Zorano auseinandersetzen muss.
Was mir allerdings negativ aufgefallen ist, ist, dass es so gut wie keine weiblichen Charaktere gibt. Die, die es gibt, kann man an einer Hand abzählen und leider haben sie auch nicht wirklich viel zu melden, da Frauen in der Welt von Sarania anscheinend nicht viele Rechte haben (und wenn doch, hat man davon nicht viel mitbekommen). Ein Grund dafür könnte der mittelalterliche Rahmen der Handlung sein. Dennoch hätte ich mir hier eine richtig coole Frau gewünscht, und sei es nur eine Handlangerin von Zorano, die richtig gut in die Welt gepasst hätte!
Das World-Building in Sarania finde ich sehr interessant, aber auch sehr komplex. Es sind unglaublich viele kreative Ideen eingeflossen, eigene Völker, eine eigene Sprache namens „Milunisch“, die auch ein Glossar bekommen hat und natürlich der Kontinent Sarania selbst. Man merkt sehr schnell, dass hier wirklich viel Herzblut reingesteckt wurde! An manchen Stellen hätte ich mir allerdings mehr Erklärungen gewünscht, da es für mich schwierig war, zu folgen.
Trotzdem weist das Buch einige Parallelen zu anderen Werken auf. Ein Artefakt ist zum Beispiel ein Ring, der sehr an „Herr der Ringe“ erinnert. Die Tatsache, dass die Drachen als ausgestorben gelten, hat mich hingegen sehr an „Eragon“ erinnert.
Damit man in der Welt von Sarania nicht den Überblick verliert, enthält das Buch auch eine Karte des Kontinents, auf dem die Handlung spielt, sowie ein Verzeichnis aller Namen und Orte, die im Laufe der Geschichte auftauchen.
Mich persönlich konnte das Buch leider nicht 100%ig überzeugen, was aber in erster Linie daran liegt, dass ich mich mit High Fantasy gerne schwer tue. Außerdem haben mir starke Frauenfiguren und mehr Charaktertiefe gefehlt. Nichtsdestotrotz konnte mich Sarania prima unterhalten!
Man kann also sagen, dass „Sarania – Das Vermächtnis der Magier“ ein gelungener High-Fantasy-Roman ist, der sich vor allem als Einstieg in das Genre eignet, aber auch für diejenigen, die das Genre bereits mögen, sehr gut geeignet ist! Fans von „Herr der Ringe“, „Eragon“ und ähnlichen Werken werden sich in der Welt von Sarania sicherlich wie zu Hause fühlen!
[unbezahlte Werbung | Rezensionsexemplar]
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